Baumaschinen finanzieren: Leasing, Mietkauf oder Kredit?
Bagger, Kräne, Radlader – Baumaschinen sind teuer. Welche Finanzierungsform für welchen Bauunternehmer passt.
Baumaschinen finanzieren: Ihre Optionen
Baumaschinen sind Großinvestitionen. Ein neuer Bagger kostet €150.000-€400.000, ein Kran €500.000+. Die Finanzierung entscheidet über Ihre Liquidität und Wettbewerbsfähigkeit.
Leasing
€0
Anzahlung möglich
Mietkauf
10-20%
Anzahlung typisch
Kauf (Kredit)
20-30%
Eigenkapital nötig
Die drei Finanzierungswege im Detail
Leasing
Monatliche Rate, Maschine bleibt Eigentum der Leasinggesellschaft. Am Ende: Rückgabe, Kauf oder Verlängerung.
Mietkauf
Monatliche Rate, Maschine geht am Ende automatisch in Ihr Eigentum über.
Kauf (Kredit)
Sie kaufen die Maschine sofort, finanzieren via Bankkredit.
Leasing vs. Kauf: Der Vergleich
Beispiel: Raupenbagger €250.000
Kauf (Kredit, 60 Monate)
Leasing (60 Monate)
✓ €62.000 gespart + €250.000 Liquidität frei
Praxisbeispiel: Tiefbauunternehmen
Situation:
Ein Tiroler Tiefbauunternehmen plant Erweiterung des Maschinenparks.
Benötigte Maschinen:
- • 2× Raupenbagger: €500.000
- • 1× Radlader: €180.000
- • 1× Planierraupe: €220.000
Gesamt: €900.000
Entscheidung: Leasing
€16.500/Monat über 60 Monate. €900.000 bleiben für Aufträge verfügbar. Wartung inkludiert.
Ergebnis: Unternehmen konnte Großauftrag annehmen, der €600.000 Vorfinanzierung erforderte. Ohne Leasing nicht möglich gewesen.
Fazit: Leasing als Standard in der Baubranche
Über 60% aller Bauunternehmen in Österreich nutzen Leasing für Baumaschinen. Die Liquiditätsschonung und steuerlichen Vorteile sind entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit.
Leasing empfohlen für:
- Neumaschinen mit schnellem Wertverlust
- Wachsende Unternehmen
- Projektbezogene Nutzung
Kauf empfohlen für:
- Sehr langfristige Nutzung (15+ Jahre)
- Gebrauchte Maschinen
- Viel Eigenkapital vorhanden
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