Deckungsbeitrag verstehen: So berechnen KMU Ihre Gewinnschwelle richtig
Wann macht mein Unternehmen Gewinn? Der Deckungsbeitrag zeigt, ab welchem Umsatz Sie profitabel arbeiten.
Was ist der Deckungsbeitrag?
Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Deckung Ihrer Fixkosten beiträgt. Er ist die Differenz zwischen Verkaufspreis und variablen Kosten.
Kurz erklärt
Sie verkaufen ein Produkt für €100. Die Herstellung kostet €60 (Material, direkte Arbeitszeit). Der Deckungsbeitrag beträgt €40.
Warum ist der Deckungsbeitrag wichtig?
- Preiskalkulation – Basis für richtige Preisfindung
- Gewinnschwelle – Ab wann machen Sie Gewinn?
- Produktentscheidungen – Welche Produkte sind profitabel?
- Verhandlungen – Wie weit können Sie mit dem Preis runter?
Deckungsbeitrag berechnen - Step by Step
Formel:
DB = Verkaufspreis - Variable Kosten
Variable Kosten
- • Material & Rohstoffe
- • Direkte Arbeitszeit
- • Verpackung & Versand
- • Provisionen
Fixkosten (nicht einberechnet)
- • Miete
- • Gehälter (Fix)
- • Versicherungen
- • Leasingraten
Praxisbeispiel: Handwerksbetrieb
Situation: Tischlerei
Eine Tischlerei kalkuliert einen Auftrag für Einbauküche:
Kalkulation:
Interpretation:
€3.100 stehen zur Deckung der Fixkosten (Miete, Gehälter, etc.) zur Verfügung.
Break-Even-Point berechnen
Mit dem Deckungsbeitrag können Sie Ihre Gewinnschwelle berechnen:
Break-Even = Fixkosten ÷ Deckungsbeitrag pro Stück
Beispiel: €120.000 Fixkosten ÷ €3.100 DB = 39 Küchen pro Jahr
Fazit: Deckungsbeitrag als Steuerungsinstrument
Der Deckungsbeitrag ist eine der wichtigsten Kennzahlen für KMU. Er hilft bei Preiskalkulation, Produktentscheidungen und zeigt Ihre Gewinnschwelle auf.
Unsere Empfehlung:
- DB für jedes Produkt/Dienstleistung berechnen
- Produkte mit niedrigem DB kritisch prüfen
- Break-Even monatlich überwachen
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