Factoring vs. Kontokorrentkredit – was passt besser zu Ihrem Unternehmen?
Beide sichern Liquidität, funktionieren aber völlig unterschiedlich. Wir zeigen, wann Factoring und wann der Kontokorrentkredit die bessere Wahl ist.
Grundlagen: Was ist was?
Factoring
Beim Factoring verkaufen Sie Ihre offenen Forderungen an einen Factor. Sie erhalten sofort 80-90% der Rechnungssumme ausgezahlt, der Rest nach Zahlungseingang beim Factor.
Kontokorrentkredit
Ein Kontokorrentkredit ist ein Kreditrahmen auf Ihrem Geschäftskonto. Sie können das Konto bis zu einem vereinbarten Limit überziehen und zahlen nur Zinsen auf den genutzten Betrag.
Factoring vs. Kontokorrent: Der direkte Vergleich
| Kriterium | Factoring | Kontokorrent |
|---|---|---|
| Funktionsweise | Forderungsverkauf | Kreditlinie |
| Kosten | 1-3% der Rechnungssumme | 6-12% Zinsen p.a. |
| Ausfallrisiko | ✓ Factor übernimmt | Sie tragen es |
| Sicherheiten | ✓ Keine | Meist ja |
| Eignung | B2B mit langen Zahlungszielen | Kurzfristige Engpässe |
Wann nutze ich welche Lösung?
Factoring passt wenn:
- B2B-Geschäft mit 30-90 Tagen Zahlungsziel
- Dauerhafter Liquiditätsbedarf
- Ausfallrisiko absichern gewünscht
- Mahnwesen auslagern
Kontokorrent passt wenn:
- Kurzfristige Engpässe überbrücken
- Unregelmäßiger Bedarf
- Kleine Beträge (unter €50.000)
- Flexibilität wichtig
Fazit: Beide haben ihre Berechtigung
Factoring und Kontokorrent sind unterschiedliche Werkzeuge. Factoring ist eine strukturierte Dauerlösung für B2B-Unternehmen, Kontokorrent ein flexibles Notfall-Instrument.
Unsere Empfehlung:
Nutzen Sie Factoring für planbare Liquiditätssicherung und Kontokorrent als Sicherheitspuffer für unvorhergesehene Ausgaben.
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